Am Freitag, 3. Juli, wurde das Herrschinger Gymnasium eingeweiht. Eine Initiative der Liberalen im Landkreis Starnberg geht damit offiziell in Betrieb.
„Das Gymnasium in Herrsching setzt neue Standards für Gymnasien in Bayern – architektonisch wie pädagogisch“, schwärmt die stellv. Landrätin Britta Hundesrügge, die sich in den vergangenen Jahren maßgeblich für das Herrschinger Gymnasium eingesetzt hat. Auch der Kreischef der Freien Demokraten Paul Friedrich freut sich über den Neubau. Er selbst hat noch vor wenigen Jahren das Tutzinger Gymnasium besucht und betont: „Ich konnte selbst erleben, wie das schulische Leben leidet, wenn die eigene Schule baufällig ist. Dass die Schüler in Herrsching nun in neu konzipierte Lernräumen unterrichtet werden, freut mich deshalb besonders.“
Dass das Gymnasium in Herrsching errichtet wird, war allerdings keinesfalls von Anfang an klar. Eine politische Mehrheit für den Neubau gab es anfangs nicht. Britta Hundesrügge erinnert sich noch gut, wie sich vielerlei Kollegen im Kreistag kritisch aussprachen. Sie selbst hat mit einigen Parteikollegen damals sogar vor dem Kultusministerium in München demonstriert. All das zeigte Wirkung. Hundesrügge ist überzeugt: „Wären wir nicht dran geblieben, hätten wir nicht so beharrlich für das Gymnasium gestritten, würde es heute nicht stehen.“
Auch, dass das Gymnasium nun „vier- statt dreizügig“, also mit je vier Klassen pro Jahrgangsstufe, ausgebaut wurde, ist auf die Liberalen im Kreistag zurückzuführen.
Mit dem Neubau des Gymnasiums in Herrsching wurde der Bildungsstandort im Landkreis erheblich verbessert. „Gleichzeitig sehen wir für die kommenden Jahre große Herausforderungen“, erklärt Friedrich. So muss das Gymnasium Tutzing saniert oder neu gebaut werden, das Gymnasium in Starnberg wird bald vom Landkreis als Sachaufwandsträger übernommen. Trotz Sparzwängen betont Friedrich: „Für uns Liberale steht gute Bildung an erster Stelle! Wir treten ein für wirtschaftlich sinnvolle Lösungen, sind aber nicht bereit, Schulen kaputt zu sparen.“
